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Das Interesse
an dieser Anordnung frei korrodierender Elektrodenpaare ist zum
einen, dass das nach außen messbare Stromrauschen direkt die
systembedingten Korrosionsaktivitäten wiedergibt. Wichtiger ist
aber noch, dass natürlich ablaufende Korrosionsvorgänge durch
den Messvorgang nicht gestört oder verändert werden. Das Messen
des Stromrauschens an quasi-identischen, frei im Angriffsmittel
korrodierenden Elektrodenpaaren entspricht somit einem
Belauschen der Korrosionsvorgänge. Es handelt sich somit
gleichsam um einen Lauschangriff auf die Korrosionssysteme.
Besonders bei Korrosionssystemen mit geringen
Korrosionsgeschwindigkeiten sind die Stromfluktuationen zwischen
den Elektroden sehr klein und müssen mit sehr sensiblen und
genauen Messsystemen erfasst werden.
Zu diesem
Zwecke wurden Signalaufbereitungssysteme entwickelt, die es
möglich machen, diese sehr kleinen Ströme störungsarm zu
erfassen und in eine proportionale Spannung umzuwandeln.
Aus diesem
Grund werden auch alle Messungen in einem Faraday-Käfig
durchgeführt. Nach der Signalaufbereitung wird die Spannung
einem PC mit entsprechender Datenerfassungskarte zugeführt. Im
PC erfolgt dann mit einem speziell entwickelten
Datenerfassungsprogramm eine Weiterverarbeitung und Speicherung
der Daten. Das Ziel ist die Ermittlung der gesamten
Ladungsmenge, welche zwischen dem Elektrodenpaar in einem
gegebenen Zeitintervall ausgetauscht wurde. Dabei ist es
unabhängig, von welcher Elektrode der Elektronenaustausch
ausging.
Das
Stromrauschsignal aus dem Korrosionssystem enthält einen
Gleichanteil und einen Rauschanteil. Unter dem Rauschanteil
versteht man den Teil des Signals mit den schnelleren
Fluktuationen. Der Gleichanteil ist entsprechend alles das, was
nicht schnell fluktuiert. Die Abtrennung des Gleichanteils
erfolgt im Datenverarbeitungsprogramm durch einen
Software-Filter. |